Nervös vor der Kamera? Warum das völlig normal ist – und was wirklich hilft
- Gregory Schwarzacher

- vor 5 Tagen
- 3 Min. Lesezeit
Fotocredit: Arnold Blümel
Fast jeder, der vor einem Fotoshooting steht, kennt das Gefühl: ein bisschen flau im Magen, die Frage "Wie halte ich eigentlich meine Hände?", die Angst, verkrampft oder unnatürlich zu wirken. Wenn Sie nervös vor der Kamera sind, sind Sie damit in bester Gesellschaft. Und die gute Nachricht vorweg: Sie müssen nichts dagegen tun, außer es zuzulassen.
Lampenfieber vor der Kamera ist normal – sogar Fotografen haben es
Ich sage das ganz offen: Selbst Fotograf:innen bekommen Lampenfieber, sobald sie einmal auf der anderen Seite stehen und selbst abgelichtet werden. Wer den ganzen Tag hinter der Kamera arbeitet, weiß genau, wie ungewohnt und entblößend es sich anfühlt, plötzlich davor zu stehen.
Das heißt: Dieses Unwohlsein hat nichts mit Ihnen persönlich zu tun. Es ist keine Schwäche und kein Zeichen, dass Sie "nicht fotogen" sind. Es ist schlicht die normale Reaktion darauf, sich beobachtet zu fühlen. Wenn Sie das einmal akzeptiert haben, fällt schon ein großer Teil des Drucks weg.
Sie müssen nicht performen – Sie müssen echt sein
Der häufigste Denkfehler vor einem Business-Shooting: die Annahme, man müsse vor der Kamera eine Rolle spielen. Kompetent wirken, selbstbewusst schauen, das Lächeln so hinbekommen, wie man es von anderen kennt. Und genau dieser Versuch ist der Grund, warum Bilder steif aussehen – man sieht einem Gesicht an, wenn dahinter jemand mitdenkt, wie es gerade wirken könnte.
Auf guten Portraits ist selten eine Pose zu sehen. Meistens ist es ein Moment, in dem jemand kurz vergessen hat, dass er fotografiert wird. Wer Sie später auf LinkedIn, Ihrer Website oder in einer Bewerbung anschaut, entscheidet in Sekundenbruchteilen, ob ihm das Gegenüber glaubwürdig vorkommt – und das entscheidet sich am Ausdruck, nicht an der Haltung.
Ihre Aufgabe im Shooting ist deshalb erstaunlich klein: nichts liefern. Alles andere ist mein Job.
Nachdenken ist erlaubt
Viele glauben, sie müssten vor der Kamera durchgehend "an" sein – ständig lächeln, keine Sekunde Pause. Das ist anstrengend und sieht am Ende auch so aus.
In Wahrheit passiert vieles genau in den Momenten dazwischen. Wenn Sie kurz nachdenken, den Blick senken, durchatmen, entsteht oft der natürlichste Ausdruck. Es ist überhaupt nicht schlimm, wenn Sie zwischendurch innehalten oder nicht wissen, wohin schauen. Das ist kein Fehler im Ablauf – das ist der Ablauf. Ein gutes Shooting lebt von diesen ruhigen Momenten, nicht vom Dauerlächeln.
Was Sie vorher tun können
Sie müssen sich nicht groß vorbereiten. Ein paar einfache Dinge nehmen aber spürbar Druck raus:
Gut erholt kommen. Ein Foto zeigt erstaunlich ehrlich, wie ausgeruht jemand ist. Eine anständige Nacht Schlaf vor dem Termin bringt mehr als jede Retusche danach.
Kleidung am Vorabend zurechtlegen. So starten Sie nicht schon gehetzt in den Tag. Was am besten funktioniert, steht im Beitrag Was anziehen beim Business-Portrait.
Früh genug da sein. Fünf Minuten ankommen, durchatmen, Wasser trinken – das macht mehr aus, als man denkt.
Mehr müssen Sie nicht mitbringen. Den Rest – Ablauf, Timing, Ausdruck – klären wir vorab gemeinsam, kontaktieren Sie mich unter hallo@gregorschwarzacher.com
Je entspannter, desto besser – auch wenn das utopisch klingt
Ich weiß, "kommen Sie einfach entspannt und ohne Stress" ist leicht gesagt und im Alltag oft utopisch. Kaum jemand hat vor einem Termin einen komplett ruhigen Tag. Trotzdem stimmt der Kern: Je entspannter Sie sind, desto besser werden die Bilder. Anspannung sieht man, Ruhe sieht man auch.
Deshalb versuche ich, den Termin so zu gestalten, dass Entspannung überhaupt möglich ist – ohne Hetze, mit Zeit zum Ankommen und einem lockeren Gespräch, bevor die Kamera überhaupt eine Rolle spielt. Sie müssen nicht schon perfekt entspannt zur Tür hereinkommen. Das darf sich im Lauf des Shootings entwickeln.
Es ist Teamarbeit, keine Prüfung
Vielleicht der wichtigste Punkt: Ein Fotoshooting ist keine Prüfung, bei der Sie allein bestehen müssen. Es ist Zusammenarbeit. Meine Aufgabe ist es, Sie durch den Termin zu führen, Haltung und Ausdruck zu leiten und die guten Momente zu erkennen – Ihre Aufgabe ist nur, da zu sein.
Bereit fürs Shooting?
Wenn Sie ein Business-Portrait in Wien möchten, bei dem Sie sich wohlfühlen und am Ende echt aussehen, melden Sie sich einfach – wir besprechen alles Weitere in Ruhe.
Kontaktieren Sie mich gerne unter hallo@gregorschwarzacher.com oder +436645124188



Kommentare